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Bootstour entlang
von Ban Phe

phevideo
Rayong






Thailand-Tagebuch 2012

Wir kritisieren Thailand, weil wir es lieben.


;-)



Ein Beispiel für beseelte Dinge - ein (fast) "diamantenes Fahrzeug"...
Autoweihe anlässlich des chinesischen Neujahrs
Prachinburi im Jänner 2012:
Autoweihe


;-)



Ausflug zu einigen Khmer-Tempelanlagen in Nordost-Thailand

Prasat Hin Phimai, nördlich von Nakhon Ratchasima
Prasat Hin Phimai



Prasat Phanom Rung, südlich von Buriram
Prasat Phanom Rung



Prasat Phanom Rung, südlich von Buriram
Prasat Phanom Rung



Prasat Muang Tam, südlich von Buriram
Prasat Phanom Rung

;-)




Nazis in Thailand? Offenbar sind Hitler und die Nazisymbole zum internationalen Zeichen der antisemtitischen, rechten und rassistischen Dummheit geworden. Warum sonst finden sich viele Hitler verharmlosend darstellende Nazi-T-Shirts, Zigarrettendosen und ähnlichen Utensilien nun auch in Thailand?

Hitler sells, Nachtmarkt in Surin, Jänner 2012
fesch deppert!



Nicht schlecht staunten westliche Touristen, als sie Hitler auf einer riesengroßen Plakatwand erblicken mussten:

Text auf Thai: Hitler ist nicht tot!
Hitler lebt in Patthaya



Das Plakat war als Werbemaßnahme für Madame Tussaud´s Wachsfigurenkabinett in Pattaya gedacht, in dem auch eine Figur Hitlers ausgestellt wurde. Nach Protesten der israelischen und deutschen Botschaft wurde es entfernt.

Inmitten des bunten Industrie-Hippie-Klumperts in der Khaosan-Road in Bangkok entdeckten wir im Februar 2010 ein Hitler-T-Shirt. Da die Verkäufer – erwartungsgemäß - nicht daran dachten, diese idiotische Geschmacklosigkeit aus ihrem Angebot zu entfernen, suchten wir das nächste Polizeikomissariat auf. Ein Polizist begleitete uns zum Verkaufsstand und nahm das T-Shirt und den Verkäufer mit auf die Polizeiwache - wo folgendes Foto entstand:

mit Hitler fesch deppert aussehen


Bei der Polizei man erklärte uns dazu, daß Thailand ein freies Land sei und ein derartiges Hitler-Leiberl alo nicht verboten – was nun stimmen dürfte. Aber der freundliche Polizist beruhigte uns und versicherte, daß er den Verkäufer abstrafen werde, da dieser keine gültigen Ausweispapiere bei sich hatte. Immerhin.


Den Vogel abgeschossen in Sachen Nazi-Schwachsinn hat aber die katholische Sacré-Cœur-Privatschule in Chiang Mai, in dem Lehrer und Schüler das Schulgebäude mit Hakenkreuzfahnen „schmückten“ und unkommentiert in Naziuniformen aufmarschierten:

Bilder der Naziparade einer christl. Privatschule, Sept. 2011, Chiang Mai:
And the school did not know? And the school did not know?
And the school did not know? And the school did not know?


Siehe dazu:
Artikel im Blog von Andrew Drummond
noch ein Artikel von A. Drummond

Die Gründe für diese Auswüchse geschmacklosen Schwachsinns sind weitgehende Unwissenheit, was allerdings ein Schlaglicht auf das miserable thailändische Schulsystem wirft: Schuluniformen, militärischer Drill und Gehorsam, fehlende Ausbildung kritischen Denkens und Individualität und schließlich eine gewisse aufkeimende Fremdenfeindlichkeit (Thailand als Zentrum der Welt) bilden den Humus für politische Bewegungen, die sich Thais lieben Thais nennen und die eine rechtspopulistische Politik a´la FPÖ betreiben. Während man aber bei Schülern und mental unterbelichteten Marktverkäufern infolge Unwissenheit noch davon ausgehen kann, daß sie tatsächlich niemand beleidigen oder verletzen wollen, müssten Lehrer und Manager über den Holocaust Bescheid wissen.
Bescheid über ihre antisemitischen Motivation wußten jedenfalls die Verkäufer auf einem muslimischen Markt in Koh-Phangan, als sie stolz Leiberln mit dem Konferfei Osama-Bin-Ladens (als er noch lebte!) anboten.


:-(



Tradition vs. Öffentlichkeit:
Vorgesetzter misshandelt Angestellten - und die Folgen

8. 1. 2012: Ein Flughafenangestellter will seinen Job ausführen, er ist verantwortlich für die Sicherheit der Passagiere und will eine Person zu kontrollieren, bei der der Metalldetektor anschlägt. Was er dabei übersieht, ist daß diese Person ein hochrangiger Vorgesetzter ist, der sich weigert, die Kontrollprozedur mit dem Handdetektor über sich ergehen zu lassen. Soweit ok, aber dann begann der Vorgesetzte auf den Untergebenen einzuschlagen, wobei er ihm das Trommelfell verletzte. Der Untergebe zeigte sich sofort untertänig und reagierte mit einem "hohen" Wai, dem thailändischen Gruß, den ein Untergebener einem Vorgesetzten in ehr-erbietender Weise eben machen muss. Das ganze wäre uns nicht bekannt, wäre der Mitschnitt von einer Überwachungskamera nicht in die Öffentlichkeit gelangt - wo sie zu zahllosen und heftigen Protesten geführt hat. Wenn es auch nicht üblich ist, daß thailändische Vorgesetzte ihre Untergebenen - ohne Folgen - misshandeln so ist dies ein Beispiel für die Macht des Internet - erst nach den empörten Reaktionen der Öffentlichkeit bahnt sich ein rechtliches Nachspiel für den Misshandler an.

Siehe Artikel in der Bangkok Post
Bangkok Post vom 12. 1. 2012

Hier das entsprechende Video auf Youtube -
es wurde vom 9. 1. bis zum 14. 1. 2012 1,626.512 mal aufgerufen!


Und hier noch ein Kommentar aus The Nation:


when to slap and when to wai

:-(



Bilder von Koh-Chang und Kanchanaburi


Erawan-Falls in Kanchanaburi, Dezember 2011
Erawan-Falls



An was die Leut` hier so alles glauben:
strange ghost



The dog is watching:
Der Hund schaut rüber



;-)



Sinnfreie Weihnacht und prosit Neujahr
- wünscht Euch Santa Peter im lockigen Haar!

Santa Piotr



;-)



Weihnachten 2011 in Koh-Chang - Adieu Paradies oder:
Was von der paradiesischen Hippie-Insel heute noch übrig ist


Das weithin bekannte Symbol der zweitgrößten Insel Thailands ist der Elefant und ursprünglich war sie ein Geheimtipp für ein kleines Paradies. Vor allem der Süden wurde von Generationen von Individualisten, Aussteigern, Freizeithippies aller Arten heimgesucht.

Der Elefant posiert elegant...
chang


... der Tourist bringt Geld und macht Mist.
chang



Abends saß man romantisch am Strand, von Moskitos umschwirrt, eine dicke Zigarrette in der einen, die Gitarre in der anderen Hand, sang die Hymmnen von Doors, Stones, Hendrix und so weiter. Heute kommt derartiger Sound aus den HiFi-Anlagen der Bars und ältere Semester wie ich empfinden in dieser Geräuschkulisse schon ein bisschen Nostalgie. Aber nur fast, denn in den entrischen Seitengassen des Lonely-Beach regieren heute Peircing- und Tatooshops, da ein T-Shirt nun nicht mehr hinreicht für die ästhetische Aufbereitung des Körpers. Unterstützt wird die Szenerie von psychedelisch gestalteten Bars und grungigen Beats. Sogar Kebab und Shisha gibt´s mittlerweile, damit sich auch Ali & Aisha wie zuhause fühlen.
Über Drogen redet man seit Präsident Taxins toleranzloser Anti-Drogenpolitik (etwa ab 2003) nicht mehr offen, es scheint aber noch allerhand davon im Umlauf zu sein, Alkohol sowieso: Oh show me the way / to the next Whiskey-Bar / I tell you we must die!
Erst um 2004 wurde die Insel an das ADSL-Netz angebunden, die vielen Internetcafes aus denen unzählige paradiesbeschreibende Mails in die europäische Winterkälte verschickt wurden, verschwinden schon wieder, seit Netbooks und Tablets aufkommen und WLAN zum Standard auch der einfacheren Ressorts gehört.

Hinzugekommen sind in den letzten Jahren immer schickere Luxusressorts, man strebt High-Quality-Tourismus an, weil da mehr abzucashen ist, als bei den lausigen Backpackern.

A Schnitzl´ wia daham! Und es Gemüse is a´ sauber...
foodwiedaham



So ereilt auch diese paradiesische Insel das Schicksal jener transitorischen Orte und Zustände, an denen die Freiheit (von jeglicher Raumplanung) zu einer chaotischen Ansammlung von Ressorts, Restaurants und Reisebüros, Massagesalons, indischen (Halsab-) Schneiderläden mit einer vielfältigen Freizeit- und Aktivitätsindustrie in einem Gewusel kulminiert, das an den Turmbau zu Babel erinnert: an der einen Seite werden Luxusressorts errichtet, die an der anderen Ecke schon wieder zerbröseln, da das tropische Klima den in Leichtbauweise errichteten Bungalows ordentlich zusetzt. Quasi ein Wettlauf zwischen Aufbau und Verfall, als ob die Natur sich ihren Lebensraum sofort wieder zurückerobern wollte.

Die Rotlichtindustrie steckt hier noch in den Kinderschuhen, zwar gibt es einige Bars, an denen männliche Farangs mit geflötetem „Helloo, Weelcome!“ angemacht werden, aber für Bruno Ballermann ist das hier vermutlich zu langweilig - da kann er gleich in Pattaya bleiben!

Boutique mit einladender Umgebung (auf wienerisch: a "Gstettn")
Gstettn



Für die Luxustouristen ist die Welt in Ordnung, solange sie ihre Paradiesenklave nicht verlassen, doch wer hinter die Jet-Set-Kulissen blickt, wird von der brutalen Realität bestraft: Billige Arbeitskäfte aus Kambodscha schuften hier für 100 Euro im Monat, leben in Wellblechverschlägen. In der Aussicht auf ein kleines Trinkgeld lächeln sie trotzdem, was bleibt ihnen auch übrig.
Zwischen und hinter den Baustellen und Luxusressorts regiert die Gstettn, dort wo die Kakerlaken tanzen und der Müll in schwarzen Plastiksäckerln vor sich hin rottet. Bei ungünstigen Windverhältnissen stinkts´ erbärmlich, weil das Kanalsystem nicht "high-quality" ist (Sed pecunia verum olet!).

Das dreckige Paradies und die orale Raumplanung
Irgendwie wäre die deutlich merkbare Wirtschaftskrise (es ist abends auffällig ruhig in hier, und das in der Hauptsaison zu Weihnachten) eine kleine Chance, sich zu besinnen auf ein vernünftiges (also beschränktes) Ausmaß von Ballermann-, Freizeithippie- und "Hiqh-Quality-Tourismus". Aber während man Elefanten ein gutes Langzeitgedächtnis nachsagt, scheint thailändisches Unternehmertum vom Wunsch nach schnellem Geld geprägt zu sein und das Raumplanungskonzept rangiert auf dem Niveau eines 5-Jährigen angesichts eines Schokoriegels: aufreissen, einebeissen, ...

sabai



Und wir – was machen wir hier? Wir liegen auf der Terrasse, genießen den Strand, die Palmen und die Elefantentour. In der Nacht rauscht das Meer und wir träumen immer wieder vom Paradies. Denn auch für uns gilt: einebeissen, solange der Riegel noch süß ist!


;-)



18. 12. 2011:
Hey, Niki Lauda, schau´ mal was da fliegt:
Jetzt neu in Thailand - PC-Airline

Die Airline für politisch korrektes Fliegen - na also, geht doch.
Gefunden in: derstandard.at

;-)



Das Seafood-Festival in Ban Phe
Eine lukullische Freakshow der besonderen Art

9. 12. 2011

Jedes Jahr in der zweiten Dezemberwoche, gleich nach König Adulaidej Bumibons Geburtstag, steigen abends über dem kleinen Fischerstädchen Ban Phe Rauchschwaden von gegrillten Meeresfrüchten, Schweiß und Bierdunst, in den trägen Nachthimmel auf.
Meine Frau und ich gehen dort immer wieder gerne hin, wir bekommen da allerhand zu essen und zu sehen. Wir können die einfachen Leute aus der Umgebung beobachten, höchst merkwürdige Jahrmarktsattraktionen entdecken, historische, folkoristische Darbietungen und musikalische Auftritte zeitgemäßer Bands genießen. Das Vorabendprogramm besteht aus Tanzeinlagen, bei dem Mädchen mit übergroßen roten Blumengestecken im Haar, kniehohen Lackstiefeln und verdammt kurzen Miniröcken eher ungelenk-aktmässige Bewegungen vollführen. Man kann es kaum tanzen nennen, eher arschwackeln, die Musik ist nich´ so toll, aber es geht hier ohnehin um Voyeurismus. Zwischendurch unverblümte Werbung: Rayong ist schön, Ban Phe ist schön, das Meer ist schön, der Strand ist wunderbar und die Meeresfrüchte schmecken super. Kein Wort von einem der giftigsten Industriekonglomerate Südostasiens nur 30 KM Luftlinie vom schönen Phe (siehe weiter unten in diesem Blog). Das alles wäre noch keinen Besuch dieser Festivität wert, aber es kommt noch besser.
Die gewaltige Bühne von mehreren Videowänden assistiert, die das Geschehen auch in die hinteren Reihen des riesigen und rauchgeschwängerten Areals übertragen. Musikalische Schwerpunkte sind diesmal die Thaipopgruppe „Silly Fools“ und vor allem Aed Carabao, einer der beliebteren Nationalbarden Thailands. Aed versteht es, mit seiner progressiven Volksrockmusik die breite Masse zu berühren, und das seit Jahrzehnten. Wäre Carabao ein Österreicher, er wäre Austropopper, eine Mischung aus Wolferl Ambros, Ostbahn Kurti und Hubert von Goisern mit einem Schuss Carlos Santana.

Nicht fehlen dürfen hier auch Interpretationen historischer Werke des thailändischen Nationaldichters Sunthorn Pu, der in dieser Provinz seine Geschichte von „Phra Aphai Mani“ schuf, aufbereitet als mythische Monstershow mit wundersamen Fabelwesen und schreckenerregenden Ungeheuern.


Khun Sunthorn Pu - a famous poet from Rayong

-
More about Sunthorn Pu





Apai Manee

PiiSueaSamut

Heuer ist es zur Abwechslung einmal keine Miss-Seafood-Prinzessinnen-Wahl, diesmal findet ein Phra-Apai-Manee-Darsteller-Wettbewerb statt.
Und welcher dieser hübschen Jünglinge wird den ersten Preis gewinnen?

Apai Manee



Den ruralen Hintergrund des Publikums vergegenwärtigt ein älterer Herr mit Cowboyhut, der in einem mobilen Käfig Ziegen zum Streicheln anbietet. Man kann die Ziegenbabies auch mit Milchflascherln füttern, drei Flascherln um 50 Baht - etwas mehr als ein Euro. Wie an sieht, können Thais im Gelderwerb äußerst kreativ sein:

goatfeed


Eine der bizarren Attraktionen, die bei früheren Meerestierfutterfestivals erstaunte, hieß „Sao nooi tok naam“ - der Name ist Programm: es besteht aus dem Zielschießen auf eine Scheibe, die, wenn man trifft, einen Mechanismus auslöst, der eine junge Frau in ein Wasserfaß fallen läßt. Heuer ist sich nicht mehr da, diese Spaßmaschine für Vollidioten.

Ich nehme gerade eine Gabel vom extrascharfen Papayasalat mit Fischroggen, als eine ungefähr 123 Kilo schwere Dame sich keuchend am Tisch niederlässt, gefolgt von ihrer ebenfalls "vollschlanken" Entourage, die einen riesigen, kross gebackenen roten Snapper heranschleppt, dazu panierten Tintenfisch, einen Riesenteller Larb-Moo (Schweinebauch Isaan-Style), ein halbes Kilo gegrillter Tigerprawns, drei Mass Bier und weitere, gehaltreiche Leckereien. Auf ihrem T-Shirt steht in schreienden Lettern: „Don´t copy me!“. Eine Weile plagt mich die Versuchung, sie zu fragen, was ich denn von ihr kopieren könnte. Schließlich unterdrücke ich diesen Impuls, weil ich vermute, dass sie die von ihr flächendeckend dargebotene Message selbst nicht ganz versteht, oder vielleicht doch irgendwie ironisch.


naarak



Wir beobachten noch eine Reihe weiterer bemerkenswerter Physiognomien und Idiosynkrasien der Thais. Thailänder können sich auf herzerfrischene Weise ihres Lebens freuen - kindhaft wie Kinder. Und ihre Kinder sind dann wie die Kinder von Kindern: naarak - also herzallerliebst.

;-)



The Intersection from Hell / An der Kreuzung zur Hölle – oder:
Warum christliche Missionare in Thailand wenig Chancen haben


Es gibt wenige Orte auf dieser Welt, an denen die Luftverschmutzung so dicht ist, wie an der Kreuzung Lad Phrao und Ratchadapisek in Bangkok, abends um sechs, wenn sich die Masse der Werktätigen im Stau nach hause wälzt. Auf den sechsspurigen Straßen steht alles wie auf Parkplätzen und die Abgase von Verbrennungsmotoren aller Arten von Fahrzeugen erreichen ein bedrohliches Ausmaß. Man wartet, um demnächst vielleicht ein paar Meter weiterzukommen. Man sieht müde Gesichter, gelangweilt, die Blase voll und der Magen leer. Just an dieser Verkehrshölle von einer Kreuzung haben sich christliche Missionare mit ihren Megaphonen an allen vier Ecken generalstabsmäßig und flächendeckend aufgestellt um, ja, um die buddhistischen Thais zum Herren Jesus zu bekehren.
Nun wären Thais ja durchaus empfänglich für das Gelaber vom heiligen Geist, sie sind sogar sehr wunder- und geistergläubig, allgegenwärtige Geisterhäuser mit Getränken und Speisen für dieselben bezeugen dies. Thais lieben alle Sorten von G´schichtln über Götter, Dämonen wie überhaupt den ganzen abergläubigen Schnickschnack. Allein das Problem ist die Botschaft: Dass der Mensch ein miserabler, in Sünde geborener Schurke sei, und wenn er nicht reumütig umkehre und Buße tue, zum ewigen Rendezvous mit dem Teufel verdammt sei. Aber die Vorstellung ewigen Höllenfeuers, was ist das schon angesichts dieser realen, täglichen Verkehrshölle bei 37 Grad im Schatten?
Man soll beichten, plärrt es den im Stau Immobilisierten entgegen, aber hier spießt sich die Sache gründlich mit der thailändischen Mentalität, denn Beichten ist hier ein gefährliches Unterfangen. Thais würden dabei riskieren, ihr Gesicht komplett zu verlieren, quasi wie bei einem Geständnis, das Polizei aus einem herausprügelt. Allein die Vorstellung, öffentlich irgendwelche Fehler einzugestehen, geht in dieser Kultur auf keinen Fall und ist in etwa so schlimm wie die Aussicht, infolge schlechten Karmas im nächsten Leben als Kakerlake oder als Kröte wiedergeboren zu werden!
In eine andere Klemme geraten die Christenmissionare mit ihrem Ansinnen, Thais dazu zu bewegen, mit dem Sündigen aufzuhören. Schließlich sind eine Menge Dinge, die Lust bereiten eine Sünde, das wissen auch die Thais. Und darauf zu verzichten entspricht nun ganz und gar nicht ihrer Auffassung vom guten Leben. Da lebt man doch lieber sein aktuelles Leben im Sumpf der Sünde als im Prospekt auf einen christlichen Himmel! Und schließlich, was taugt eine Religion, in der einem die Vertreter Gottes nicht einmal die richtigen Lottozahlen weissagen, oder aus der Hand ablesen, ob der Kollege am Schalter nebenan demnächst einen Heiratsantrag machen wird?
Wenn mir noch eine Anmerkung gestattet sei: Offenbar neigen christliche Missionare in Minderheitenposition dazu - schließlich sind 90% der Thais buddhistisch - die Grundzüge ihrer Religion besonders verschärft darzustellen, jedenfalls krasser als etwa die wesentlich schaumgebremstere, leicht verwaschene Position der Kirche in ihrer, sagen wir z.B. österreichischen Alltagsausprägung. Was die zur kulturellen Einfühlung nicht sehr befähigten Missionare so gar nicht verstehen, ist, dass sie bessere Karten hätten, würden sie ihre Botschaft so umgestalten, daß sie ein wenig in die Ideologie dieser Kultur passt.
Und deswegen können sie noch viele Jahrzehnte an der Kreuzung der Hölle mit ihren Megaphonen von Sünde und Reue, Hölle und Erlösung herumbrüllen, ohne dem thailändischen Buddhismus auch nur eine Promille seiner Bevölkerung abzuluchsen. Die Thais sitzen das geduldig aus, arbeiten lieber an ihrem guten Karma und hoffen, im nächsten Leben wenigstens hinterm Volant eines Benz auf das grüne Signal der Verkehrsampel warten zu können.

Frei paraphrasiert nach: Marketing God and the and the Hell Problem von Christopher G. Moore: „The Cultural Detective“, Heaven Lake Press, 2011


;-)



29. 11. 2011 - Ad wird Mönch

Phra Ad

Phra Ad

Jeder junge Thailänder sollte einmal in seinem Leben eine Zeitlang als Mönch in einem Tempel gewesen sein. Früher war das eine Regensaison, also drei Monate, doch Ad bekommt als Industriearbeiter gerade einmal zwei Wochen Urlaub. Gefeiert wird trotzdem ausgiebig und wir wünschen ihm und seiner Familie alles Gute und viel Glück!


;-)



Eine Sorte Klopapier trägt hier den Namen eines ehemaligen Bürgermeisters von Wien -

zilk

- aber das muss man nicht so ernst nehmen, es gibt hier nämlich eine andere Sorte Toilettenpapier namens "rak thai", was soviel heißt wie "Liebe Thais", wobei ein wenig unklar bleibt, worauf sich diese Liebe nun genau bezieht...


;-)



Kennen Sie die Geschichte von Uncle SMS? Sie beginnt so: ein 61 Jähriger bringt sein Handy zur Reperatur, jemand verschickt einige SMS mit majestätsbeleidigenden Inhalten. Er wird angeklagt und fasst 20 Jahre (!) wegen Majestätsbeleidigung aus. Gefunden in der Bangkok Post vom 27. 11. 2011 The strange saga of uncle SMS oder: Die Presse
Update:
Bangkok Post, 22. 1. 2012

Apropos Königshaus: wir fanden es amüsant zu sehen, wie der 58-jährige Prinzensohn für Foo-foo, seinem Pudel, eine großzügige Party ausrichtete. Das fänden wir nicht wirklich verwerflich, auch wenn seine (dritte) Frau oben ohne für den königlichen Pudel ein nettes Geburtstagsliedchen sang. Das zu wissen und zu sehen war ja für uns Normalbürger nicht bestimmt, aber jemand filmte diese Szene heimlich, ein australischer Sender zeigte diese Aufzeichnung in einer pikanten Dokumentation über die thailändischen Royals. Seither geistert die Szene durchs Internet, eine zeitlang auf youtube, dann auf wikileaks. Interessant an der Sache finden wir das Ringen der thailändischen Zensur mit den Internetmedien: die Welt von vorgestern (auch wenn dies der König von morgen sein sollte) gegen die Internetwelt.
Österreich ist da anders: Seine Majestät existiert hier mehr als cabarettistische Einlage und niemand, auch wenn er z.B. den Palfrader einen dummen Hund schimpfen sollte, muss fürchten, wegen Majestätsbeleidigung in den Häfen zu müssen...
Noch eine kleine (und wahre) Geschichte: vor 20 Jahren baute die deutsche Firma Walter Bau eine Autobahn im Großraum Bangkok. Doch nach der Fertigstellung zahlten die thailändischen Vertragspartner nicht, die deutsche Firma erlitt einen Schaden von rund 30 Millionen Euro und ging 2005 in Konkurs. Die Konkursverwaltung stellte im Jahr 2009 den Antrag, die Privatmaschine des Prinzen (eine Boeing 737 wohlgemerkt, keine lausige Cessna!), der immer mal gerne in Süddeutschland weilt, zu pfänden. Gesagt, getan, das erniedrigte Königshaus verhandelt seither mit den Deutschen über Zahlungen zur Freigabe der Maschine.



;-)




Map ta Phut - eines der größten Industriegebiete Südostasiens
Die Geschichte einer Umweltkatastrophe an der thailändischen Ostküste

(Update Jänner 2012)

Bis Anfang der 80-er Jahre war Thailands Politik auf Import-Substitution ausgerichtet und die heimische Wirtschaft durch hohe Zölle geschützt. Mitte der 80-er Jahre änderte sich das, der Staat schwenkte, wie seine Nachbarn auf eine export-orientierte Produktion um und strebte einen Anschluss an den Weltmarkt im Schnelldurchlauf an. In ihrem nationalen Entwicklungsplan hatte die Regierung das Map Ta Phut Indusrial Estate (MTPIE) als Schrittmacher für industrielle Entwickung auserkoren, wobei eine gute Infrastruktur - riesige Gasvorkommen und eine gute Verkehrsanbindung durch einen Tiefseehafen - von entscheidender Bedeutung für das mittlerweile auf über 1500 Hektar ausgedehnte Industriekonglomerat waren. 45 Petrochemie-Anlagen, 12 Chemie-Werke, zwei Öl-Raffinerien, acht Kohlekraftwerke, eine Müllverbrennungsanlage und eine Deponie haben dort mittlerweile Platz gefunden; nicht weniger als 200 Schlote blasen Schadstoffe in die Luft.
Warum wohl produzieren BAYER und mehrere Dutzend andere Chemiebetriebe aus Westeuropa, USA und Japan ihre hochgiftigen Substanzen in Ländern mit nachlässig kontrollierten Umweltauflagen? Der Leverkusener Konzern BAYER ist mit einer Anlage zur Gewinnung von Bisphenol-A (BPA) und Makrolon®-Anlage vertreten. BPA dient vor allem als Ausgangsstoff zur Synthese von polymeren Kunststoffen auf der Basis von Polyestern, Polysulfonen, Polyetherketonen, Polycarbonaten und Epoxidharzen, Substanzen, die u.a. zur Herstellung von CD´s oder DVD´s dienen. In einer WHO-Studie aus 2010 wurden gesundheitliche Gefahren bei höheren Dosen BPA nachgewiesen (wie sie etwa bei den Arbeitern und den Einwohnern in unmittelbarer Nachbarschaft des Betriebes anzunehmen sind. Toxische Effekte (Beeinträchtigung d. Sexualhormone u. -funktionen) auch bei geringeren Expositionen aufgefunden. Die WHO fordert weitere, differenzierende Studien, sowie die Suche nach Alternativen zu BPA. Vertrieb und Einsatz von bisphenolhältigen Polycarbonaten sollte also soweit als möglich vermieden werden, v.a. auch angesichts der völligen Absenz von Recyclingsysteme in Asien sowie die sehr verbreitete Tradition, den Hausmüll zu verbrennen (bei niedrigen Temperaturen hinterm´ Haus oder in der filterlosen Müllverbrennung der Gemeinden) und die absolute Allgegenwärtigkeit BPA-hältiger Plastikabfälle.

Inzwischen den Besitzer gewechselt haben Werke zur Produktion von metallischen und keramischen Pulvern sowie des Kunststoffes Acrylnitril-Butadien-Styrol zur Gewinnung von Kautschuk - schließlich ist Thailand der weltgrößte Rohgummihersteller der Welt.
Die daraus resultierenden Umweltprobleme in der Region, vor allem die Luft- und Wasserverschmutzung sowie die Wasserknappheit, sind enorm. Die Erträge der Fischer gingen drastisch zurück. Hunderte Industriearbeiter wurden vergiftet und die Leute der Umgebung atmen einen Cocktail aus krebserregenden Chemikalien ein. Im Grundwasser finden sich Schwermetalle und die Krebsrate in der Gegend um Map ta Phut ist seit den 90-er Jahren mit Abstand die höchste in ganz Thailand.
All dies hat zunehmend zu Protestaktionen von Anrainern, unterstützt von GREENPEACE und lokalen Initiativen geführt, deren Protestmärsche und mediale Aktivitäten nicht folgenlos geblieben sind. 2008 wurden die Ölkraftwerke als Basisenergieträger durch ein hochmodernes Gaskraftwerk ersetzt - die Teeklumpen an den umliegenden Stränden sind seither weitgehend verschwunden, die (aber nur: die sichtbare!) Luftverschmutzung hat abgenommen. 2009 wurden nach heftigen Protesten 76 geplante neue Industrieprojekte von der Regierung gestoppt, eine Kommission zur Überprüfung der Situation unter der Leitung des bekannten Ex-Premiers Anand Panyayrachun wurde eingesetzt. Auf Druck europäischer, us-amerikanischer und japanischer Konzerne 2010 wurde jedoch die Baugenehmigung an die meisten Industrievorhaben wieder erteilt - lediglich 11 Projekte blieben aufgrund mangelhafter Umweltstandards weiterhin verboten. BAYER drohte etwa, bei anhaltender "Investitions-Unsicherheit" durch schärfere Umweltauflagen seine Produktion nach China zu verlegen und zeigt sich ob der anhaltenden Proteste von Aktivisten und Anrainern besorgt.

Gleichzeitig konnte erreicht werden - wohl auch als Erfolg des durch Öffentlichkeitsarbeit erzielten Drucks auf Industrie und Regierungsverantwortliche -, daß neue Industrieprojekte strengere Umweltstandards durchaus berücksichtigen. So wurde die elektrische Energieversorgung des Konglomerats von Öl auf Naturgas umgestellt (in der Gegend gibt es größere Vorkommen), die Anlage ist eine der modernsten und saubersten der Welt. Dadurch hat sich nicht nur die Luftverschmutzung der Region deutlich verbessert, auch die zahlreichen Teerklumpen am Strand, wohl Abfälle und Reste der Ölverwertung, sind weitgehend verschwunden. DOW-CHEMICALS engagiert sich mit einer neuen Anlage zur Erzeugung von Sonnenkollektoren zur Energiegewinnung aus Sonnenlicht, das hätte in dem Land ein riesiges, derzeit noch kaum genützes Potential, da die Energiepreise bis dato noch sehr günstig sind.
BOROQUE (ein Join Venture von DOW und BOREALIS) beteiligt sich an einer großen Anlage zum "Steamcracken", einem hochkomplizierten Verfahren der Petrochemie, bei dem durch thermisches Cracken längerkettige Kohlenwasserstoffe (Naphtha, aber auch Propan, Butan und Ethan, sowie Gasöl und Hydrowax) in Gegenwart von Wasserdampf in kurzkettige Kohlenwasserstoffe umgewandelt werden. Auch die Kohlendioxid-Rückgewinnungsanlage durch PRAXAIR, ist eine hochkomplexe, durchaus fortschrittliche Anlage. Soweit einige der ökologischen "Aushängeschilder" von Map ta Phut, die doch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen sollen, daß bereits etablierte Unternehmen noch nach den seinerzeitigen, also höchst mangelhaften, Umweltstandards produzieren.
Wie dem auch sei - der Kampf um Transparenz und effektive Kontrollmassnahmen zur Durchsetzung der Umweltauflagen zum Schutz der Industriearbeiter und Anrainer in Map ta Phut wird weitergehen. Industrie, Regierungsvertreter und verantwortliche Beamte können die Problematik nicht mehr so leicht ignorieren wie früher, um die Umweltverbrechen zu vertuschen.

Offenbar sollen nun einige der umweltschädigenden Anlagen nach Burma verlegt werden: "The lead company in the project, Ital-Thai, is now embarking on an even more ambitious venture, that of the Tavoy megaproject in southern Burma, which upon completion will be 10 times larger than Maptaphut. The company candidly announced that 10,000 people would be displaced, while lessons from Thailand suggest that its impact on Burma’s delicate society and environment could be catastrophic."

Sehen Sie dazu folgendes Video über die geplante Industrianlage in Myanmar:







Beiträge aus 2010 und älter

Nachlese zur Europäischen Wahrnehmung des aktuellen Konflikts in Thailand - von Voranai Vanijaka in der Bangkok Post vom 30. 5. 2010:
Blind, deaf and dumb

26. 5. 2010 Allmählich scheint sich die Lage etwas zu beruhigen. Momentan fehlt den Roten offenbar die Führung, etliche der roten Köpfe sind in Haft, andere kündigen weitere Aktionen an. In thailändischen und internationalen Medien wird die Situation bewertet und diskutiert, unzählige tweets, blogs und Videos kursieren im Netz, wo heftig weitergekämpft wird - besser im Netz als auf der Straße!

Thailändischer "Bürgerkrieg" im Internet

Differenziertere Beobachter gestehen ein, dass es mitunter schwierig sei, die "Guten" von den "Bösen" in dem Konflikt zu unterscheiden. Versuche der Regierung Thaksin mithilfe der INTERPOL ausliefern zu lassen sind vorerst nicht von Erfolg gekrönt. Eine Auslieferung Thaksins ist schwierig zu erreichen, v.a. weil dieser infolge seiner ständigen Reisen schwer greifbar ist.

18. Mai 2010 - Verhärtete Fronten in Bangkoks Straßenkampf: bislang sind rund 40 Leute im Chaos umgekommen.
Andererseits: April 2009 kamen alleine an den ersten drei von dem sieben Tage dauernden thailändischen Neujahrsfest 139 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben. Wodurch die Tragödie keines einzelnen Toten oder Verletzten relativiert werden soll - aber es ist wohl noch ein wenig zu früh für den König, sich in die blutigen Auseinandersetzungen einzumischen. Oder aber - fragen sich bereits Einige und Andere, ist der König, etwa aus gesundheitlichen Gründen, gar nicht mehr in der Lage, vermittelnd einzugreifen, wie er das in früheren politischen Streitereien zu tun pflegte? Ist die Autorität der Monarchie bereits im Sinkflug?

Der Standard zu den möglichen Folgen des Konflitkts für das thailändische Königshaus.

Und Thaksin? Der ging derweil bei Louis Vuitton in Paris einkaufen.


:-(




Gewalteskalation in Thailand

15. 5. 2010 Was als ausgelassene Strassenparty der Rothemden begann, führte in Chaos und nackte Gewalt. Tote und Verletzte werden gemeldet, auch Seh-Deng, militanter Führer der Rothemden, erlag einem Kopfschuss. Regierungschef Abhisit setzt nach den gescheiterten Verhandlungen (die Rothemden waren trotz zugestandener Neuwahlen im November 2010 nicht bereit, abzuziehen) auf Härte. Er gerät zunehmend unter Druck, die kritische Situation ehebaldigst aufzulösen, die Armee hat die Aufständischen eingekesselt, die Stromleitungen und Wasserzufuhr in der Kampfzone gekappt und versucht nun, die Nachschublinien der Aufständischen zu unterbrechen. Armee und Polizei sind gespalten, viele Informationen über ihr Vorgehen dringen vorzeitig an die Führer der Rothemden durch, sodaß diese ihre Aktionen entsprechend vorbereiten können.
Westliche Regierungen sprechen Reisewarnungen aus, Touristen stornieren ihre Thailand-Urlaube. Leidtragend sind v.a. die Bewohner in den umkämpften Teilen Bangkoks, sie befinden sich in Gefahr, wenn sie dem Inferno nicht entkommen können.


BBC-Report: "live fire zone" in Bangkok



BBC-Report on the Situation in BKK



:-(



Demonstrierende Rothemden behindern in Bangkok wochenlang den Verkehr -

issan-bomber


- sehen Sie hier, welche Waffen die "Rothemdisten" gegen die Armee richten:


issan-bomber



;-)




Randale in Thailand -

Seit Wochen demonstrieren in Bangkok die Rothemden, einfache Bauern aus dem Hinterland, gesponsert von einem Multimillionär, dem 2006 vom Militär geschassten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra.
Eine Botschaft dieser pseudokommunistischen Bewegung: Mit ausreichend Geld kann man sich in Thailand eine größere Menschenmasse kaufen, die der Politik eines rechtspopulistischen Thaksin Shinawatra bedingungslos folgt. Die Menschen kommen aus den hintersten Winkeln des Landes, um für Ihr Idol und die von ihm als glorreich versprochene Zukunft einzustehen - für 500 Baht täglich und Verpflegung.
A propos bezahlte Demonstranten - so lange ist es nicht her, da war das Phänomen auch bei uns bekannt. Man beachte etwa den Herrn Karl, der die politische Käuflichkeit auf den Punkt brachte: „Später dann bin i demonstrieren gangen für die Schwarzen. Für die Hahnenschwanzler. Heimwehr. Hab i fünf Schilling kriagt. Dann bin i ummi zum - zu de Nazi. Da hab i aa fünf Schilling kriagt. Na ja, Österreich war immer unpolitisch. Aber a bissel a Geld is z'sammkummen, net?“


dior-bomber



Und Thaksin? Der gondelt irgendwo in Dubai, Kambodscha oder Montenegro herum, kauft sich da eine Insel und dort eine Hotelkette. Anweisungen an seine rote Masse gibt er über sogenannte "phone-ins", wie seine öffentlichen Livestream-Auftritte genannt werden. In England und Deutschland galt er als unerwünscht, dafür hat er sich in Liberia einen Pass auf den Namen "Takki Shinegra" ausstellen lassen, in Montenegro bekam er zu seiner Insel auch gleich einen Diplomatenpass. (April 2010)

Rothemden



Multimillionär Thaksin - europäische Medien verglichen ihn gerne mit Silvio Berlusconi - brabbelt in seinen "phone-ins" etwas von klassenloser Gesellschaft, sowie er seinerzeit ohne mit der Wimper zu zucken versprach, das Verkehrschaos in Bangkok in einem halben Jahr(!) zu lösen.

Weniger genau schienen da einige Linksparteien bzw. deren Organe informiert zu sein, anders ist es nicht zu erklären, wie sie die pseudokommunistische Thaksin-Bewegung tatsächlich als linke Volksbewegung missverstehen können, wie z.B. das ehemalige Zentralorgan der DDR "Neues Deutschland". Die Genossen vom ND hätten Thaksins Rothemden lieber etwas genauer unter die Lupe nehmen sollen, bevor sie blauäugig über linke Solidaritäten berichten. Etwa im Guardian, wo man nachlesen kann, daß General Khattiya Sawasdipol, vulgo "Seh Deng", ein Renegade, zu den Thaksins Roten übergelaufen ist, in den 70er Jahren für die CIA in Laos gegen die Kommunisten gekämpft hat. Anfang Mai 2010 wurde durch einen gezielten Kopfschuss, abgefeuert von einem (vermutlich der Regierung nahestehenden) Heckenschützen, niedergestreckt wurde, just als er vor laufender Kamera vor einem Reporter behauptete, daß die Armee nicht in das von ihm besetzte Gebiet eindringen könne. Ist alles ein bisserl kompliziert in der Politk hier, momentan.


;-)

Fight for democracy

Voranai Vanijaka, Bangkok Post 21. Sept. 2008

The opinions of non-Thais range from disbelief to disdain and disgust at what is going on with Thai democracy. Here is help for our foreign critics to understand how we got into this mess.

In recent times, "democracy" is a word that has been thrown around more often than a ping pong ball in Patpong - and suffers about the same level of degradation.

From words in the pubs to letters in Postbag, to the reports by foreign correspondents and commentaries by the esteemed editors of various prestigious western media, everyone has an opinion on what democracy is, and that it either does not exist in Thailand, or has been battered and abused into something quite undemocratic.

From the observations of many non-Thais, opinions have ranged anywhere from disbelief to disdain and downright disgust at what is going on with the democracy of this Kingdom. With harsh words and brutal assaults, slamming and insulting the Kingdom, and with it, my fellow countrymen.

Well, allow me to address our foreign critics and help form an understanding of how we got into this mess. Though by all means, this observation is one man's humble opinion offered up to be considered, discussed and debated; nothing less, nothing more.

In the West, democracy is a tradition of over 2,000 years old, although it had taken a nap for centuries before it was rediscovered. One may trace the origin of modern democracy to the French Revolution (1782), the American Revolution (1776), or even the signing of the Magna Carta (1215). But no matter which event one would like to attribute modern democracy to, it is unarguable that Western democracy has been several centuries in the making and written by numerous conflicts and much bloodshed.

So if the West has gone through centuries of mistakes, of trials and tribulations, to arrive at a healthy, though imperfect system of modern democracy, why can't Thailand embrace the finished product, packaged with a beautiful ribbon? Well, it's not that we don't want to.

To understand where we are now, one must look at the historical evolution of Thailand since the conversion to constitutional monarchy in 1932.

From our first prime minister, Praya Manopakorn Nititada, to our latest, Somchai Wongsawat, in the 76 years since there have been 36 prime ministers, most of whom were "appointees", by the military or otherwise.

There were many reasons behind these "appointees", military or otherwise, not least of which was the influence of the superpowers and their Cold War chess match. Like the majority of the Third World, we were but a pawn served up on a platter with a side order of freedom fries by our leaders, to be exploited in the name of democracy against the rising tides of communism. Never mind the fact that we ourselves were ruled by military dictators for much of that time.

It wasn't until 1988 when we sustained a succession of "elected" leaders, starting with the government of General Chartchai Chunhawan.

Only for 20 years had the electoral process been able to sustain breathing room in this Kingdom, minus the hiccups in Black May 1992 and the 2006 coup. Is the Thai democracy young and fragile? It's a sickly, crying toddler in an incubator. So why, I ask you, would anyone look at an infant in an incubator with disdain and disgust?

Through much of our history in the 20th century, the overwhelming majority of the Thai population were peasant farmers, the backbone of the Kingdom, who wouldn't know a democracy from a tamagochi. How could they? With little to no education, their primary concerns were simply feeding and clothing their children? Democratic ideals are the luxury of the "haves", the "have nots" hold graver concerns. Is that so unbelievable? So disdainful? So disgusting?

It was only the economic boom of the late 1980s and 1990s, the advances in communication technology and globalisation, that saw the burgeoning middle class. Western education, or education period, was no longer the privilege of the elites.

Be that as it may, not unlike the period of Industrial Revolution in the West, the people were much more infatuated with the newfound riches than the ideals of democracy. Human nature: a pile of cash on the table versus some lofty ideal, which would the average Somchai and Somying one generation removed from the rice field (or the villages of Communist China) choose? Is that so disdainful, so disgusting, so unbelievable?

The infant may be wearing Gucci and the incubator may be the latest Mercedes model, but the fact is, in the 1990s Thailand's democracy was still just an infant in the incubator. As such, we were easily exploited by corrupt leaders, thrifty merchants (local and foreign) and, of course, our own greed. That is disdainful and disgusting, but which country has never gone through such a period? Like puberty, it isn't pretty, but it's a natural process of evolution.

With the Asian financial crisis of 1997, we woke up and realised that we simply exchanged "appointees", military or otherwise, for opportunistic thugs and gangsters, who knew about running a country and economy as much as we Thais know how to queue up in orderly fashion to board/deboard the Sky Train. They simply sneaked into office while the educated middle class were too busy having a bubble bath.

Then it happened. Clouds parted, Beethoven's Symphony No 3 echoed out of nowhere, the birds and the bees chanted, "hallelujah, hallelujah, hallelujah"! For the messiah had arrived! He was not a general, nor a gangster. He was a businessman who built a telecommunication empire with his own hands.

For a society that had embraced capitalism for only a little over a decade, we were googoo and gaagaa over him like he was some K-pop heartthrob. For the first time in the history of Thailand, the rich, the poor and those in between agreed on one thing: Thaksin Shinawatra was our man.

Chuan Leekpai was solid, but he was a plain housewife. This new guy was Paris Hilton on steroids. Is it so unbelievable, so disdainful, so disgusting? Infant in an incubator, we were lost lambs, confused and desperate, then came our shepherd, our saviour, all glittery in golden lights.

And well, you know the rest of the story.

Here we are in 2008. Duped and deceived, scarred and full of scorn. Conflict in all levels of society. Flocking to the banner of the PAD are simply people who have had enough. Sure, the leaders of the PAD are questionable. Sure, many of the PAD's tactics are unsavoury. But allow me to speak for the average Thai person - rich, middle and poor - we marched simply because we have had enough.

Similar to Black May 1992. Then we marched because we wanted no more military dictatorship, but now we march because we want no more greedy money merchants and their thuggish cronies.

Is this undermining democracy? There is no democracy to undermine. We never had it. Democracy isn't just about going to the poll and voting. Democracy isn't about smiling as you are getting screwed over once again. That may be fine for countries with healthy, but imperfect democracy. But here, in this corner of the Third World, we are tired of taking it lying down and are simply saying enough is enough.

They don't hand out democracy at the local mom and pop store, and it isn't on sale at Central or Paragon. One must fight for it.

It's an ugly fight. But is there such a thing as a pretty fight? Definitely, there isn't anything democratic about a fight, just ask the Coalition of the Willing. At least we avoid bloodshed as best we can. Granted, a lot of us aren't even sure what we're fighting for, a lot of us are simply venting frustrations and anger, but at least we're conscious and alive enough to stand up and fight.

Certainly there are and will be mistakes to overcome, trials and tribulations to triumph over in the road ahead. As I wrote in my first commentary on Sept 14, we Thais also have to look at ourselves and start the change with ourselves, not just point fingers at our corrupt leaders.

Is it so unbelievable, disdainful, disgusting? For those who are understanding, we thank you. For those who are not, please take no offence. You don't have to help us, or support us, constructive criticisms are welcomed and appreciated. But beg your pardon, please do not insult us. Especially if you are a guest in our country.



pre-industrial solutions
Industrieschrott, mit gutem alten Bambusrohr zusammengehalten.






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